Einleitung
Torsten Ziegner ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Mittelfeldspieler. Er wurde am 9. November 1977 in Neuhaus am Rennweg geboren und hat über viele Jahre verschiedene Stationen im deutschen Fußball durchlaufen. Seine Laufbahn begann als Spieler beim FC Carl Zeiss Jena. Später spielte er unter anderem für den FSV Zwickau, die Stuttgarter Kickers, Rot-Weiß Erfurt und den 1. FSV Mainz 05. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte er direkt auf die Trainerbank. Besonders eng verbunden ist sein Name mit dem FSV Zwickau, den er 2016 in die 3. Liga führte. Im Sommer 2026 kehrte Ziegner nach einer längeren Pause als Trainer zurück und übernahm den 1. FC Lokomotive Leipzig.
Kindheit und Herkunft von Torsten Ziegner
Torsten Ziegner stammt aus Neuhaus am Rennweg in Thüringen. Dort wurde er 1977 geboren. Seine sportliche Entwicklung führte ihn schon in jungen Jahren zum FC Carl Zeiss Jena. Beim traditionsreichen Verein durchlief er die Nachwuchsabteilungen und schaffte schließlich den Übergang in den Profifußball.
Seine Verbindung zu Thüringen blieb auch nach seiner aktiven Zeit bestehen. Ziegner arbeitete später bei mehreren Vereinen in Mitteldeutschland und baute sich dort einen großen Teil seiner beruflichen Laufbahn auf. Besonders seine Jahre in Jena und Zwickau prägten seinen Weg im deutschen Fußball.
Interessant ist auch die Verbindung zu seinem späteren Arbeitgeber Lok Leipzig. Sportdirektor Toni Wachsmuth stammt ebenfalls aus Neuhaus am Rennweg. Beide kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim FSV Zwickau. Dort arbeiteten sie bereits erfolgreich zusammen und erreichten 2016 den Aufstieg in die 3. Liga.
Karriere als Fußballspieler
Ziegner spielte während seiner aktiven Laufbahn hauptsächlich im Mittelfeld. Seine Karriere führte ihn durch mehrere deutsche Vereine und unterschiedliche Spielklassen. Zu seinen Stationen gehörten der FC Carl Zeiss Jena, der FSV Zwickau, die Stuttgarter Kickers, Rot-Weiß Erfurt und der 1. FSV Mainz 05.
Eine wichtige Rolle spielte dabei der FC Carl Zeiss Jena. Für den Verein war Ziegner in mehreren Phasen seiner Karriere aktiv. Auch beim FSV Zwickau kehrte er später noch einmal als Spieler zurück. Seine lange Erfahrung auf dem Spielfeld bildete schließlich die Grundlage für seinen späteren Wechsel ins Trainergeschäft.
Nach Angaben des DFB absolvierte Ziegner insgesamt 86 Spiele in der 2. Bundesliga. Außerdem weist die Statistik zahlreiche weitere Einsätze in Regionalliga, 3. Liga und DFB-Pokal aus. Insgesamt kommt seine erfasste Spielerstatistik auf 265 Spiele in den aufgeführten Wettbewerben.
Vom Spieler zum Trainer beim FSV Zwickau
Seine aktive Spielerkarriere beendete Ziegner 2012 beim FSV Zwickau. Der Wechsel vom Spielfeld auf die Trainerbank erfolgte praktisch ohne längere Unterbrechung. Er übernahm beim FSV Zwickau das Traineramt und blieb dort bis 2018.
Diese sechs Jahre waren für seine Entwicklung als Trainer besonders wichtig. Zwickau wurde zu dem Verein, mit dem sein Name lange Zeit besonders stark verbunden blieb. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Mannschaft sportlich weiter und schaffte 2016 den Aufstieg in die 3. Liga.
Auch in der neuen Spielklasse konnte Zwickau Akzente setzen. In der Saison nach dem Aufstieg erreichte der Verein den fünften Platz in der 3. Liga. Nach Angaben des 1. FC Lok Leipzig war dies zu diesem Zeitpunkt die beste Platzierung des FSV Zwickau in der Geschichte der 3. Liga.
Die DFB-Statistik führt für Ziegner beim FSV Zwickau 198 Spiele als Trainer. Davon entfallen 122 Partien auf die Regionalliga Nordost, 73 auf die 3. Liga, zwei auf die Aufstiegs-Playoffs und eine auf den DFB-Pokal. Seine Bilanz in diesen Spielen umfasst 91 Siege, 55 Unentschieden und 52 Niederlagen.
Die Zeit beim Halleschen FC
Nach seinem Abschied aus Zwickau übernahm Ziegner im Sommer 2018 den Halleschen FC. Der Verein spielte zu dieser Zeit in der 3. Liga. Damit blieb Ziegner der professionellen Ebene des deutschen Fußballs erhalten.
In Halle war er bis Februar 2020 tätig. Die Mannschaft spielte während seiner Amtszeit regelmäßig um wichtige Platzierungen in der 3. Liga. Für Ziegner bedeutete die Aufgabe eine neue Herausforderung, weil er nun mit einer anderen Vereinsstruktur und einem anderen Umfeld arbeiten musste.
Das DFB-Datencenter führt für seine Zeit beim Halleschen FC insgesamt 64 Spiele. Davon waren 63 Begegnungen in der 3. Liga und eine Partie im DFB-Pokal. Seine Bilanz umfasst 28 Siege, 14 Unentschieden und 22 Niederlagen.
Damit sammelte Ziegner weitere umfangreiche Erfahrungen im Profifußball. Nach seinem Abschied aus Halle folgte zunächst eine Pause, bevor er 2021 eine neue Aufgabe übernahm.
Kurze Station bei den Würzburger Kickers
Im Sommer 2021 wechselte Ziegner zu den Würzburger Kickers. Er übernahm dort den Trainerposten und startete damit in eine neue Aufgabe in der 3. Liga.
Die Zusammenarbeit dauerte allerdings nur wenige Monate. Nach Angaben von Transfermarkt begann seine Amtszeit am 1. Juli 2021 und endete am 4. Oktober desselben Jahres. In dieser Zeit betreute er den Verein in 15 Spielen.
Die kurze Station in Würzburg war zwar nicht von langer Dauer, fügte seiner Trainerlaufbahn aber eine weitere Erfahrung hinzu. Ziegner hatte inzwischen in verschiedenen Vereinsstrukturen gearbeitet und konnte seine Kenntnisse aus mehreren Jahren in der 3. Liga einbringen.
Torsten Ziegner beim MSV Duisburg
Im Mai 2022 erhielt Ziegner eine neue Chance beim MSV Duisburg. Der Traditionsverein aus Nordrhein-Westfalen befand sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in der 3. Liga. Ziegner blieb dort bis September 2023.
Transfermarkt weist für seine Zeit in Duisburg 49 Spiele aus. Der Punkteschnitt wird mit 1,20 angegeben. Das DFB-Datencenter führt 46 Drittligaspiele mit zwölf Siegen, 17 Unentschieden und 17 Niederlagen.
Am 16. September 2023 endete seine Amtszeit beim MSV Duisburg. Danach nahm Ziegner zunächst Abstand vom täglichen Trainerbetrieb. Für ihn begann damit eine längere Phase außerhalb des aktiven Trainergeschäfts.
Pause und Tätigkeit als TV-Experte
Nach dem Ende seiner Tätigkeit in Duisburg war Ziegner fast drei Jahre nicht als Vereinstrainer tätig. Er blieb dem Fußball jedoch erhalten und arbeitete unter anderem als TV-Experte beim Mitteldeutschen Rundfunk.
Die Arbeit im Fernsehen gab ihm die Möglichkeit, Spiele aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Als Trainer steht man normalerweise unmittelbar auf dem Trainingsplatz und arbeitet täglich mit einer Mannschaft. Als Experte analysiert man dagegen Spiele, taktische Entscheidungen und Entwicklungen von außen.
Diese Phase endete im Sommer 2026. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur beziehungsweise Sportschau war Ziegner zuletzt beim MDR als TV-Experte tätig, bevor er wieder einen Verein übernahm.
Rückkehr zu Lok Leipzig im Jahr 2026
Am 15. Juni 2026 wurde offiziell bekannt, dass Torsten Ziegner neuer Cheftrainer des 1. FC Lokomotive Leipzig wird. Der Verein gab ihm einen Zweijahresvertrag. Transfermarkt führt den Vertragsbeginn für den 1. Juli 2026 und das Vertragsende für den 30. Juni 2028.
Ziegner folgte auf Jochen Seitz. Dieser hatte Lok Leipzig in den beiden vorherigen Spielzeiten jeweils zur Meisterschaft in der Regionalliga Nordost geführt. Der Aufstieg in die 3. Liga gelang allerdings jeweils nicht über die Relegation. Anschließend endete seine Tätigkeit beim Leipziger Verein.
Für Ziegner ist die Rückkehr nach Mitteldeutschland auch deshalb interessant, weil er den Verein und seine sportlichen Strukturen aus der Region kennt. Zudem arbeitet er mit Toni Wachsmuth zusammen, den er bereits aus der erfolgreichen Zwickauer Zeit kennt.
Ziele und Arbeitsweise bei Lok Leipzig
Mit der Verpflichtung von Ziegner verbindet Lok Leipzig hohe sportliche Erwartungen. Der Verein hatte vor seinem Amtsantritt zweimal die Regionalliga Nordost gewonnen, war aber jeweils in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga gescheitert. Deshalb ist die Frage des Aufstiegs ein wichtiger Bestandteil der neuen Aufgabe.
Ziegner erklärte bei seiner Vorstellung, dass er die vorhandenen Strukturen nicht einfach komplett verändern wolle. Stattdessen soll die Mannschaft weiterentwickelt werden. Dabei geht es um Training, taktische Abläufe, Kommunikation mit den Spielern und eine gemeinsame Spielidee.
Seine lange Erfahrung in der 3. Liga kann dabei eine wichtige Grundlage sein. Der Verein bezeichnete ihn bei seiner Vorstellung als erfahrenen Trainer und verwies auf seine UEFA-Pro-Lizenz. Insgesamt hatte Ziegner vor seiner Rückkehr nach Leipzig bereits 193 Drittligaspiele und 124 Regionalligapartien als Chefcoach betreut.
Auch während der Saison 2026/27 betont Ziegner die Bedeutung der Entwicklung der Mannschaft. Im August sprach er über die Qualität des Kaders, neue Spieler und das Potenzial jüngerer Akteure. Gleichzeitig stellte er den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft als wichtigen Faktor heraus.
Trainerbilanz und heutiger Stand
Die Zahlen des DFB zeigen, wie umfangreich Ziegners Trainererfahrung inzwischen ist. Das DFB-Datencenter führt insgesamt 327 Spiele als Cheftrainer. Davon gewann er 135, spielte 91-mal unentschieden und verlor 101 Begegnungen. Die Statistik umfasst seine Stationen in Zwickau, Halle, Würzburg, Duisburg und Leipzig.
Besonders umfangreich war seine Zeit in Zwickau mit 198 erfassten Spielen. Danach folgen der Hallesche FC mit 64 Spielen und der MSV Duisburg mit 46 Drittligapartien. Bei den Würzburger Kickers sind zwölf Spiele in der DFB-Statistik aufgeführt. Seit 2026 kommt Lok Leipzig hinzu.
Transfermarkt führt Ziegner als Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz. Sein Vertrag bei Lok Leipzig läuft voraussichtlich bis zum 30. Juni 2028. Damit steht er vor einem weiteren längerfristigen Abschnitt seiner Trainerkarriere.
Fazit
Torsten Ziegner hat seinen Weg im deutschen Fußball vom Nachwuchsspieler zum erfahrenen Trainer gemacht. Als aktiver Mittelfeldspieler sammelte er Erfahrungen bei Vereinen wie Carl Zeiss Jena, dem FSV Zwickau, den Stuttgarter Kickers, Rot-Weiß Erfurt und Mainz 05. Besonders bemerkenswert sind seine 86 Einsätze in der 2. Bundesliga.
Nach dem Ende seiner Spielerkarriere wechselte er direkt ins Trainergeschäft. Seine wichtigste frühe Station war der FSV Zwickau, mit dem ihm 2016 der Aufstieg in die 3. Liga gelang. Danach folgten der Hallesche FC, die Würzburger Kickers und der MSV Duisburg.
Nach einer fast dreijährigen Pause kehrte Ziegner 2026 auf die Trainerbank zurück. Mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig begann für ihn ein neuer Abschnitt. Sein Vertrag läuft bis 2028, und seine bisherige Karriere bringt ihm umfangreiche Erfahrungen aus Regionalliga und 3. Liga.
Seine Laufbahn zeigt damit mehrere Seiten des deutschen Fußballs: die Entwicklung als Spieler, den Aufstieg eines Vereins in den Profifußball, die Arbeit bei verschiedenen Drittligisten und schließlich die Rückkehr zu einem traditionsreichen Klub in Mitteldeutschland. Bei Lok Leipzig setzt Ziegner seine langjährige Arbeit als Fußballtrainer fort.

