Einleitung
Cosima von Borsody ist eine deutsche Schauspielerin und Künstlerin, die aus einer traditionsreichen Familie des deutschen und österreichischen Films stammt. Geboren am 20. Juli 1966 in Tegernsee, entschied sie sich zunächst nicht für die Schauspielerei, obwohl ihr familiäres Umfeld stark von Film und Theater geprägt war. Stattdessen begann sie ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung im Bereich Grafikdesign. Erst später wechselte sie vor die Kamera und wurde vor allem durch ihre Rollen in deutschen Fernsehproduktionen bekannt.
Ihre berufliche Geschichte ist deshalb von mehreren unterschiedlichen Phasen geprägt. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie zunächst in Werbeagenturen, bevor sie Anfang der 1990er-Jahre mit der Schauspielerei begann. Im deutschen Fernsehen war sie anschließend unter anderem in „Glückliche Reise“, „Frauenarzt Dr. Markus Merthin“, „Das Traumschiff“, „Die Rosenheim-Cops“ und „Verbotene Liebe“ zu sehen. Später wandte sie sich wieder stärker ihrer kreativen Seite zu und trat auch als Malerin in Erscheinung.
Cosima von Borsody und ihre berühmte Familie
Cosima von Borsody wurde in eine Familie hineingeboren, die bereits seit mehreren Generationen mit der Filmbranche verbunden war. Ihr Vater war der bekannte Schauspieler Hans von Borsody, ihre Mutter die Schauspielerin Alwy Becker. Auch ihre Halbschwester Suzanne von Borsody ist eine bekannte Schauspielerin. Dadurch war Cosima schon früh von Menschen umgeben, die beruflich mit Film, Fernsehen und Theater zu tun hatten.
Auch die Generationen vor ihren Eltern waren in der Filmbranche tätig. Ihr Großvater Eduard von Borsody war ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Der Name von Borsody ist deshalb mit verschiedenen Bereichen der deutschsprachigen Filmgeschichte verbunden. Auch Julius von Borsody, ein Großonkel von Cosima, arbeitete als Szenenbildner und war an bedeutenden Filmproduktionen beteiligt.
Trotz dieser familiären Voraussetzungen entschied sich Cosima zunächst für einen eigenen Weg. Sie wollte einen Beruf erlernen, der ihr eine gewisse Sicherheit gab und gleichzeitig ihre kreative Seite ansprach. Diese Entscheidung führte sie zunächst zum Grafikdesign.
Ausbildung zur Grafikdesignerin
Von 1985 bis 1989 besuchte Cosima von Borsody die Blocherer Schule in München. Dort absolvierte sie eine vierjährige Ausbildung zur Grafikdesignerin. Anschließend arbeitete sie in Werbeagenturen und sammelte Erfahrungen im Bereich Werbung und visuelle Kommunikation.
Parallel zu ihrer Tätigkeit beschäftigte sie sich auch mit Marketing und Kommunikation. Damit entwickelte sie Kenntnisse, die später für ihre künstlerische Arbeit hilfreich sein konnten. Grafikdesign verlangt ein gutes Gespür für Farben, Formen, Bildaufbau und visuelle Wirkung. Diese Fähigkeiten finden sich auch in ihrer späteren Arbeit als Malerin wieder.
Während dieser Jahre begann Cosima von Borsody jedoch, sich intensiver für die Schauspielerei zu interessieren. Sie nahm private Schauspielstunden in Berlin und bereitete sich auf einen möglichen Wechsel in die Film- und Fernsehbranche vor.
Im September 1991 endete schließlich der erste große Abschnitt ihrer beruflichen Laufbahn. Danach konzentrierte sie sich zunehmend auf die Schauspielerei und absolvierte eine entsprechende Ausbildung in München.
Der Beginn ihrer Schauspielkarriere
Anfang der 1990er-Jahre gelang Cosima von Borsody der Einstieg in das Fernsehen. 1993 übernahm sie eine Rolle in der Serie „Glückliche Reise“. In der Folge „Jamaika“ war sie erstmals in dieser Reihe zu sehen. Weitere Auftritte folgten in den Folgen „Hongkong“ und „Phuket“.
Die Serie gehörte zu den bekannten deutschen Fernsehproduktionen ihrer Zeit. Für Cosima von Borsody bedeuteten die Auftritte einen wichtigen Schritt in ihrer neuen Karriere. Aus der ausgebildeten Grafikdesignerin wurde zunehmend eine professionelle Fernsehschauspielerin.
In den folgenden Jahren übernahm sie verschiedene Rollen in Serien und Fernsehfilmen. Dazu gehörten unter anderem „Ein Schloß am Wörthersee“, „Die Trotzkis“, „Der Mond scheint auch für Untermieter“, „Balko“ und „Stadtindianer“. Ihre Filmografie zeigt, dass sie in unterschiedlichen Genres eingesetzt wurde.
Dabei blieb ihr beruflicher Schwerpunkt eindeutig beim Fernsehen. Sie wurde vor allem als Darstellerin für deutsche Serien und Fernsehfilme bekannt und weniger als klassische Kinodarstellerin.
Bekannte Fernsehrollen von Cosima von Borsody
In den 1990er-Jahren baute Cosima von Borsody ihre Fernsehkarriere weiter aus. Sie spielte unter anderem in „Drei Frauen und (k)ein Mann“, „Wildbach“ und „Frauenarzt Dr. Markus Merthin“. In „Frauenarzt Dr. Markus Merthin“ war sie in mehreren Folgen zu sehen.
Auch Ende der 1990er-Jahre blieb sie regelmäßig im Fernsehen präsent. 1999 trat sie in „Ein Mann für gewisse Sekunden“ auf. In den folgenden Jahren kamen weitere bekannte Produktionen hinzu.
2001 war sie in der beliebten Fernsehreihe „Das Traumschiff“ zu sehen. Sie spielte in der Folge „Las Vegas“. Danach folgten unter anderem Auftritte in „Jenseits des Regenbogens“, „Die Rosenheim-Cops“ und „Utta Danella – Das Familiengeheimnis“. 2003 war sie außerdem bei „SOKO 5113“ zu sehen.
Eine weitere bekannte Station war „Verbotene Liebe“. Im Jahr 2005 übernahm Cosima von Borsody dort die Rolle der Dr. Amelie Bentheim. Die Daily Soap gehörte damals zu den erfolgreichen deutschen Vorabendserien und brachte sie erneut einem großen Fernsehpublikum näher. 2006 folgte der Film „Und ich lieb dich doch!“. Auch später war sie noch in einzelnen Produktionen zu sehen.
Cosima von Borsody und ihre Ehe mit Sky du Mont
Auch das Privatleben von Cosima von Borsody war mit der deutschen Schauspielwelt verbunden. Von 1995 bis 2000 war sie mit dem Schauspieler Sky du Mont verheiratet. Die Ehe fiel in eine Phase, in der beide beruflich im Film- und Fernsehbereich aktiv waren.
Sky du Mont wurde unter anderem durch seine Rollen in bekannten deutschen Kinoproduktionen einem großen Publikum bekannt. Die Verbindung der beiden Schauspieler sorgte entsprechend für mediale Aufmerksamkeit. Nach fünf Jahren wurde die Ehe geschieden.
Cosima von Borsody setzte ihre eigene Karriere danach fort. Ihre weitere berufliche Entwicklung zeigt, dass sie sich nicht dauerhaft auf ihre Ehe oder ihre Verbindung zu anderen bekannten Schauspielern reduzieren ließ. Sie arbeitete weiterhin als Schauspielerin und entwickelte später ihre künstlerische Tätigkeit weiter.
Ehe mit Bernhard Hock
Am 1. Oktober 2010 heiratete Cosima von Borsody Bernhard Hock. Hock war als Geschäftsführer von Radio 7 tätig. Mit dieser Hochzeit begann für die Schauspielerin eine weitere private Lebensphase.
Über die Ehe und das Privatleben des Paares sind im Vergleich zu ihrer früheren Ehe mit Sky du Mont weniger Einzelheiten öffentlich bekannt. Cosima von Borsody hält viele persönliche Bereiche ihres Lebens weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Auch beruflich entwickelte sie sich in dieser Zeit weiter. Während ihre Fernsehkarriere bereits viele bekannte Stationen umfasste, rückte die bildende Kunst zunehmend in den Mittelpunkt. Dabei konnte sie auf ihre frühere Ausbildung als Grafikdesignerin zurückgreifen.
Der Weg von der Schauspielerin zur Malerin
Eine besondere Entwicklung in Cosima von Borsodys Biografie ist die Rückkehr zur bildenden Kunst. Ihre Ausbildung im Grafikdesign hatte ihr bereits eine Grundlage für die visuelle Gestaltung gegeben. Nach ihrer langjährigen Tätigkeit als Schauspielerin wandte sie sich wieder stärker ihrer kreativen Seite zu.
Die Malerei unterscheidet sich deutlich von der Arbeit vor der Kamera. Als Schauspielerin interpretiert sie eine vorgegebene Figur und arbeitet innerhalb einer Geschichte. Als Malerin kann sie dagegen eigene Vorstellungen von Farbe, Form und Komposition entwickeln.
Diese Verbindung zwischen ihrer frühen Ausbildung und ihrer späteren Kunst macht ihren beruflichen Weg besonders interessant. Was zunächst als Ausbildung für einen praktischen Beruf begann, wurde später wieder zu einem wichtigen Teil ihrer künstlerischen Identität.
Cosima von Borsody ist heute deshalb nicht nur mit ihren früheren Fernsehrollen verbunden. Sie tritt zunehmend als bildende Künstlerin in Erscheinung und präsentiert ihre eigenen Werke.
Cosima von Borsody als Künstlerin
In ihrer heutigen künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Cosima von Borsody vor allem mit Malerei. Ihre Werke sind durch eine starke Farbwirkung und eine expressive Bildsprache geprägt. Besonders florale Formen und stilisierte Blumen gehören zu den Motiven, die mit ihren Arbeiten verbunden werden.
Die Rückkehr zur Kunst kann dabei als eine Verbindung ihrer verschiedenen Lebensabschnitte gesehen werden. Die Erfahrungen aus dem Grafikdesign, die jahrzehntelange Arbeit als Schauspielerin und ihr persönliches Interesse an Gestaltung fließen in ihren heutigen künstlerischen Weg ein.
In Friedberg wurden ihre Arbeiten in Ausstellungen präsentiert. Damit ist sie auch außerhalb des Fernsehens wieder öffentlich als kreative Persönlichkeit aktiv. Ihre Bilder zeigen eine andere Seite der Frau, die viele Zuschauer früher vor allem aus deutschen Fernsehproduktionen kannten.
Während ihre Schauspielkarriere vor allem in den 1990er- und 2000er-Jahren stattfand, bietet die Malerei ihr die Möglichkeit, dauerhaft und unabhängig von Filmproduktionen kreativ zu arbeiten.
Die Bedeutung ihrer Familie für ihre Biografie
Der Name von Borsody ist eng mit der deutschsprachigen Filmgeschichte verbunden. Cosima von Borsody steht dabei in einer Reihe mehrerer Familienmitglieder, die in unterschiedlichen Bereichen der Filmbranche tätig waren.
Ihr Vater Hans von Borsody war ein erfolgreicher Schauspieler, der unter anderem in den 1950er-Jahren im deutschen Film bekannt wurde und später zahlreiche Fernsehrollen übernahm. Ihre Halbschwester Suzanne von Borsody entwickelte ebenfalls eine bedeutende Schauspielkarriere.
Cosima entschied sich trotz dieses familiären Umfelds zunächst für Grafikdesign. Erst später folgte sie dem Weg vor die Kamera. Dadurch entstand eine eigene berufliche Identität, die schließlich noch einmal über die Schauspielerei hinausführte.
Ihre heutige Tätigkeit als Malerin verbindet wiederum viele Elemente ihres bisherigen Lebens. Die Kreativität, die sie bereits im Grafikdesign nutzte, findet in ihren Bildern eine neue Ausdrucksform. Gleichzeitig bleibt ihre langjährige Arbeit als Schauspielerin ein wichtiger Teil ihrer Biografie.
Fazit: Cosima von Borsodys vielseitiger Lebensweg
Cosima von Borsody hat einen vielseitigen beruflichen Weg zurückgelegt. Geboren am 20. Juli 1966 in Tegernsee, wuchs sie in einer bekannten Künstlerfamilie auf. Ihr Vater Hans von Borsody war Schauspieler, ihre Halbschwester Suzanne von Borsody ist ebenfalls eine bekannte Darstellerin. Trotzdem entschied sich Cosima zunächst für eine Ausbildung zur Grafikdesignerin.
Anfang der 1990er-Jahre begann ihre Schauspielkarriere. Mit Produktionen wie „Glückliche Reise“, „Frauenarzt Dr. Markus Merthin“, „Das Traumschiff“, „Die Rosenheim-Cops“, „Utta Danella“ und „Verbotene Liebe“ wurde sie einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Ihre Filmografie umfasst zahlreiche weitere Serien und Fernsehfilme.
Auch privat war ihr Leben mit bekannten Persönlichkeiten verbunden. Von 1995 bis 2000 war sie mit Sky du Mont verheiratet. Seit dem 1. Oktober 2010 ist sie mit Bernhard Hock verheiratet.
Heute steht jedoch ihre künstlerische Arbeit stärker im Mittelpunkt. Cosima von Borsody hat ihre früheren Erfahrungen aus dem Grafikdesign wieder aufgegriffen und sich der Malerei zugewandt. Damit hat sie nach ihrer Zeit als Fernsehschauspielerin einen neuen kreativen Weg gefunden. Ihr Lebenslauf zeigt eindrucksvoll, dass eine Karriere nicht nur aus einem einzigen Beruf bestehen muss, sondern sich über verschiedene kreative Bereiche entwickeln kann.

