Einleitung
Magnus Landin Jacobsen gehört zu den erfolgreichsten dänischen Handballspielern seiner Generation. Der am 20. August 1995 geborene Sportler hat sich über viele Jahre als Linksaußen auf internationalem Niveau etabliert. Seine Karriere führte ihn von dänischen Vereinen über KIF Kolding bis zum deutschen Spitzenklub THW Kiel. Dort verbrachte er acht Jahre und gewann zahlreiche nationale sowie internationale Titel. Gleichzeitig wurde Landin mit der dänischen Nationalmannschaft Weltmeister, Europameister und Olympiasieger. Im Sommer 2026 beginnt für ihn ein neuer Abschnitt, denn er kehrt nach Dänemark zurück und wechselt zu Aalborg Håndbold. Dort wird er wieder gemeinsam mit seinem älteren Bruder Niklas Landin auflaufen.
Kindheit und frühe Jahre von Magnus Landin
Magnus Landin Jacobsen wurde am 20. August 1995 in Helsingør in Dänemark geboren. Schon früh entwickelte er eine Verbindung zum Handballsport und durchlief verschiedene Stationen im dänischen Nachwuchsbereich. Seine Ausbildung begann unter anderem bei Hellerup IK, bevor er zu Nordsjælland Håndbold wechselte. Dort konnte er erste Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln und sich für größere Aufgaben empfehlen. Der spätere Wechsel zu KIF Kolding wurde zu einem wichtigen Schritt auf seinem Weg zum professionellen Handballer.
Landin ist mit einer Körpergröße von rund zwei Metern für einen Spieler auf der Außenposition ungewöhnlich groß. Diese körperlichen Voraussetzungen wurden im Laufe seiner Karriere zu einem wichtigen Bestandteil seines Spiels. Gleichzeitig entwickelte er die für einen Linksaußen wichtige Schnelligkeit und Sicherheit beim Torabschluss. Besonders interessant ist außerdem seine Familie, denn Magnus ist der jüngere Bruder des bekannten dänischen Torhüters Niklas Landin Jacobsen. Beide Brüder wurden später nicht nur gemeinsam Nationalspieler, sondern standen auch bei einem Verein zusammen auf dem Spielfeld.
Der Beginn seiner professionellen Karriere
Seine erste wichtige Station im Erwachsenenbereich war Nordsjælland Håndbold. Dort spielte Landin in der Saison 2013/14 und konnte sich weiterentwickeln. Bereits als Nachwuchsspieler hatte er internationale Erfolge gefeiert. 2013 gehörte er zur dänischen U18-Auswahl, die den Weltmeistertitel gewann. Zwei Jahre später erreichte er mit Dänemark bei der U19-Weltmeisterschaft die Silbermedaille. Im Jahr 2015 folgte dann sein Debüt in der A-Nationalmannschaft.
2014 wechselte Landin zu KIF Kolding København. Für seine weitere Entwicklung war dieser Schritt besonders wichtig, weil KIF Kolding zu den etablierten dänischen Handballvereinen gehörte und regelmäßig international spielte. Bereits 2015 konnte Landin mit dem Verein die dänische Meisterschaft gewinnen. Auch in der EHF Champions League sammelte er in dieser Zeit wichtige Erfahrungen. Die europäischen Statistiken zeigen mehrere Einsätze für KIF Kolding in der Champions League und später im EHF Cup.
Der Wechsel zum THW Kiel
2018 veränderte sich Magnus Landins Karriere grundlegend. Er wechselte von KIF Kolding zum THW Kiel in die deutsche Handball-Bundesliga. Damit ging er zu einem der traditionsreichsten und erfolgreichsten Vereine Europas. Für Landin war der Wechsel auch deshalb interessant, weil sein Bruder Niklas zu dieser Zeit ebenfalls beim THW Kiel spielte.
Beim deutschen Rekordmeister entwickelte sich Magnus Landin zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Er wurde hauptsächlich auf der linken Außenposition eingesetzt, konnte aufgrund seiner körperlichen Stärke aber auch defensive Aufgaben übernehmen. Seine Vielseitigkeit machte ihn für das Kieler Spiel wertvoll. Der THW Kiel bezeichnete ihn später als einen Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv besondere Qualitäten besitzt.
Seine Zeit in Kiel dauerte insgesamt acht Jahre. Nach Angaben des Vereins absolvierte Landin dort 380 Spiele und erzielte 745 Tore. Damit gehört seine Zeit beim THW Kiel zu den längsten und erfolgreichsten Abschnitten seiner bisherigen Vereinskarriere.
Große Titel mit dem THW Kiel
Mit dem THW Kiel konnte Magnus Landin zahlreiche bedeutende Titel gewinnen. Bereits 2019 feierte er mit dem Verein den Gewinn des EHF Cups. Ein Jahr später folgte einer der größten Erfolge seiner Vereinskarriere: Kiel gewann 2020 die EHF Champions League. Damit wurde Landin auch auf internationaler Vereinsebene zum Titelträger.
In der deutschen Bundesliga gewann er mit Kiel die Meisterschaft 2020, 2021 und 2023. Dazu kamen mehrere Erfolge im DHB-Pokal. Auch den deutschen Supercup konnte Landin mit dem THW Kiel mehrfach gewinnen. Die offizielle Vereinsstatistik führt unter anderem die Supercup-Titel von 2020, 2021, 2022 und 2023 sowie die DHB-Pokal-Siege von 2019, 2022 und 2025 auf.
Diese Erfolge zeigen, wie erfolgreich Landins Zeit in Kiel war. Er spielte über viele Jahre regelmäßig um nationale Meisterschaften und Pokale und war gleichzeitig in der Champions League auf höchstem europäischen Niveau aktiv. Für einen Spieler, der 2018 aus Dänemark nach Deutschland gekommen war, entwickelte sich der Wechsel damit zu einem wichtigen Abschnitt seiner Laufbahn.
Magnus Landin in der dänischen Nationalmannschaft
Parallel zu seiner Vereinskarriere entwickelte sich Magnus Landin zu einem festen Bestandteil der dänischen Nationalmannschaft. Sein erstes A-Länderspiel bestritt er am 10. Juni 2015 gegen Litauen. Seine internationale Laufbahn begann damit bereits in jungen Jahren. In den folgenden Jahren wurde er Teil einer dänischen Mannschaft, die im internationalen Handball eine außergewöhnliche Erfolgsserie erreichte.
Seinen ersten Weltmeistertitel gewann Landin 2019. Dänemark setzte sich damals bei der Weltmeisterschaft durch. 2021 gelang die erfolgreiche Titelverteidigung. Auch 2023 und 2025 gewann Dänemark die Weltmeisterschaft. Damit wurde Magnus Landin viermal hintereinander Weltmeister. Diese Serie gehört zu den bemerkenswertesten Leistungen der modernen internationalen Handballgeschichte.
Auch bei Europameisterschaften konnte Landin wichtige Erfolge feiern. 2022 gewann Dänemark Bronze, 2024 Silber und 2026 schließlich Gold. Sein Erfolg bei der Europameisterschaft 2026 vervollständigte seine Sammlung der großen internationalen Titel.
Olympiasieger und Europameister
Eine besondere Bedeutung für Magnus Landin haben die Olympischen Spiele. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, die 2021 ausgetragen wurden, erreichte Dänemark das Finale und gewann die Silbermedaille. Damit hatte Landin bereits eine olympische Medaille gewonnen.
Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris folgte dann der große Triumph. Dänemark gewann das Finale gegen Deutschland mit 39:26 und sicherte sich die Goldmedaille. Landin erzielte in diesem Endspiel sieben Tore. Nach den Angaben von Olympedia besitzt er damit eine olympische Gold- und eine Silbermedaille.
2026 folgte mit dem Europameistertitel ein weiterer Höhepunkt. Dänemark gewann das EM-Finale gegen Deutschland mit 34:27. Damit war Landin Weltmeister, Olympiasieger und Europameister. Der THW Kiel bezeichnete ihn nach dem EM-Erfolg als einen von nur wenigen Spielern, die während ihrer Karriere alle großen internationalen Titel gewinnen konnten.
Spielweise und Stärken von Magnus Landin
Magnus Landin spielt hauptsächlich auf der Position des linken Flügels. Diese Position verlangt eine Kombination aus Schnelligkeit, Beweglichkeit, präzisem Torabschluss und gutem Timing. Landin verfügt zusätzlich über eine für einen Außen ungewöhnliche Körpergröße von 198 beziehungsweise rund 200 Zentimetern. Die EHF führt ihn aktuell mit einer Körpergröße von 198 Zentimetern.
Seine Qualitäten beschränken sich jedoch nicht auf den Angriff. Gerade seine Fähigkeiten in der Defensive werden von seinen Vereinen hervorgehoben. Aalborg Håndbold bezeichnete ihn bei der Verpflichtung als besonders effizienten Angreifer und hob gleichzeitig seine defensiven Stärken hervor. Für eine Mannschaft ist diese Kombination wichtig, weil ein Spieler dadurch nicht ausschließlich für die offensive Aufgabe eingesetzt werden muss.
Seine langjährige Erfahrung auf höchstem europäischen Niveau kommt hinzu. Landin hat Bundesliga, Champions League, internationale Turniere und große Endspiele erlebt. Diese Erfahrung gehört zu den Eigenschaften, die er 2026 mit nach Aalborg bringt.
Die besondere Verbindung zu seinem Bruder Niklas
Magnus Landins Karriere ist eng mit der seines älteren Bruders Niklas verbunden. Niklas Landin Jacobsen gehört zu den bekanntesten dänischen Handballtorhütern und war ebenfalls über viele Jahre Nationalspieler. Die beiden Brüder haben gemeinsam für Dänemark gespielt und standen außerdem beim THW Kiel im selben Verein.
Beim THW Kiel konnten die Brüder über mehrere Jahre gemeinsam auflaufen. Während Niklas das Tor hütete, übernahm Magnus seine Aufgaben auf der linken Außenposition. Dadurch hatten beide völlig unterschiedliche Rollen, konnten aber gleichzeitig Teil derselben Mannschaft sein.
Nachdem Niklas Kiel verlassen und nach Dänemark zurückgekehrt war, spielten die Brüder zunächst nicht mehr gemeinsam auf Vereinsebene. Das ändert sich ab der Saison 2026/27. Magnus wechselt zu Aalborg Håndbold und trifft dort wieder auf Niklas. Der Verein betonte bei der Verpflichtung ausdrücklich, dass die erneute Zusammenarbeit der Landin-Brüder ein zusätzlicher Vorteil des Transfers sei.
Wechsel zu Aalborg Håndbold im Jahr 2026
Im Februar 2026 wurde bekannt, dass Magnus Landin den THW Kiel nach der Saison verlassen wird. Aalborg Håndbold verpflichtete ihn für vier Jahre. Damit kehrt der 1995 geborene Handballer nach acht Jahren in Deutschland in seine dänische Heimat zurück. Der Vertrag gilt ab der Saison 2026/27.
Der Wechsel hat für Landin sowohl sportliche als auch persönliche Bedeutung. Er selbst erklärte, dass er sich beim THW Kiel sehr wohlgefühlt habe und grundsätzlich gerne geblieben wäre. Gleichzeitig bot Aalborg die Möglichkeit, nach mehreren Jahren im Ausland wieder näher an seiner Heimat zu sein und erneut gemeinsam mit seinem Bruder Niklas zu spielen.
Für Aalborg ist Landin ebenfalls eine wichtige Verstärkung. Der Verein verfügt bereits über mehrere dänische Nationalspieler und verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, langfristig die EHF Champions League zu gewinnen. Landins internationale Erfahrung und seine Erfolge sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.
Privatleben und Zukunft von Magnus Landin
Über das Privatleben von Magnus Landin ist öffentlich wesentlich weniger bekannt als über seine sportliche Karriere. Der Handballer steht vor allem wegen seiner Leistungen in der Nationalmannschaft und bei seinen Vereinen im Mittelpunkt. Private Details hält er weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Bekannt ist vor allem seine enge Verbindung zu seinem Bruder Niklas. Die beiden verbindet eine außergewöhnliche gemeinsame Sportgeschichte. Beide haben große internationale Titel gewonnen und gehören zur erfolgreichen Generation des dänischen Handballs.
Mit seinem Wechsel zu Aalborg beginnt für Magnus Landin ein neuer Abschnitt. Nach acht Jahren beim THW Kiel kehrt er nicht nur in sein Heimatland zurück, sondern erhält auch die Gelegenheit, wieder mit seinem Bruder zusammenzuspielen. Gleichzeitig bleibt sein sportlicher Anspruch hoch, denn Aalborg möchte auf europäischer Ebene eine wichtige Rolle spielen.
Fazit: Magnus Landins außergewöhnliche Handballkarriere
Magnus Landin Jacobsen hat sich von einem dänischen Nachwuchsspieler zu einem international erfolgreichen Handballer entwickelt. Seine Karriere begann in Dänemark und führte ihn über Nordsjælland Håndbold und KIF Kolding zum THW Kiel. In Kiel verbrachte er acht Jahre und gewann unter anderem die EHF Champions League, drei deutsche Meisterschaften, mehrere DHB-Pokal-Titel und weitere nationale sowie internationale Trophäen.
Mit der dänischen Nationalmannschaft erreichte Landin ebenfalls außergewöhnliche Erfolge. Vier Weltmeistertitel in Folge von 2019 bis 2025, olympisches Gold 2024 und der Europameistertitel 2026 gehören zu den wichtigsten Stationen seiner internationalen Laufbahn. Damit hat er die bedeutendsten Titel gewonnen, die ein Handballspieler auf Nationalmannschaftsebene erreichen kann.
Im Sommer 2026 endet seine achtjährige Zeit beim THW Kiel. Mit dem Wechsel zu Aalborg Håndbold kehrt Magnus Landin nach Dänemark zurück und unterschreibt einen Vertrag über vier Jahre. Besonders interessant bleibt dabei die erneute Zusammenarbeit mit seinem Bruder Niklas. Für Magnus Landin ist dieser Wechsel deshalb nicht nur ein neuer sportlicher Schritt, sondern auch eine Rückkehr zu seinen dänischen Wurzeln. Seine bisherige Karriere verbindet große Vereinserfolge, internationale Titel und eine besondere Familiengeschichte im Handball.

