Einleitung
Marwa Eldessouky ist eine deutsch-ägyptische Fernsehmoderatorin und Journalistin, die sich in den vergangenen Jahren zu einem bekannten Gesicht des deutschen Fernsehens entwickelt hat. Besonders bekannt ist sie als Moderatorin des ARD-Magazins „BRISANT“, das sie seit Dezember 2022 im Wechsel mit Kamilla Senjo präsentiert. Die Sendung verbindet aktuelle Nachrichten, Prominenten-Themen, gesellschaftliche Geschichten, Reportagen und Unterhaltung. Eldessouky passt mit ihrer langjährigen Erfahrung aus Radio und Fernsehen sehr gut zu diesem vielseitigen Format.
Ihr beruflicher Weg begann jedoch lange vor ihrem Einstieg bei „BRISANT“. Bereits als Jugendliche arbeitete sie bei einem Berliner Privatsender. Später folgten Stationen beim rbb, bei Radio Fritz und beim interkulturellen Radiosender COSMO. Gleichzeitig sammelte sie immer mehr Erfahrungen vor der Fernsehkamera. Heute steht sie regelmäßig im Ersten vor einem großen Publikum und gehört zum festen Moderationsteam von „BRISANT“.
Marwa Eldessouky und ihre Herkunft
Marwa Eldessouky wurde am 22. Februar 1983 in Berlin geboren. Ihre Eltern stammen aus Ägypten, weshalb sie mit deutschen und ägyptischen kulturellen Einflüssen aufwuchs. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Berlin und in Oberfranken. Sie wurde zweisprachig erzogen und spricht neben Deutsch auch Arabisch.
Diese Verbindung zwischen Deutschland und Ägypten ist ein wichtiger Teil ihrer persönlichen und beruflichen Geschichte. Gerade im Rundfunk konnte sie ihre Sprachkenntnisse und ihre Erfahrungen mit verschiedenen kulturellen Lebenswelten einsetzen. Ihre Biografie zeigt dabei eine Verbindung zwischen einer Berliner Kindheit, ägyptischen Familienwurzeln und einer späteren Karriere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Auch ihr ungewöhnlicher Nachname ist häufig Gegenstand von Gesprächen. Auf ihrer eigenen Website beschreibt Eldessouky ihre ägyptischen Wurzeln mit Humor und erzählt, dass ihr Vater sie wegen ihrer ausgeprägten Redefreude schon als Kind scherzhaft „das kaputte Radio“ nannte. Im Rückblick wirkt dieser Spitzname fast wie eine Vorhersage ihrer späteren beruflichen Laufbahn.
Der frühe Beginn ihrer Medienkarriere
Marwa Eldessouky entdeckte ihre Leidenschaft für Medien bereits im Jugendalter. Sie begann bei einem privaten Berliner Radiosender und sammelte dort erste Erfahrungen als Moderatorin. Radio war damit der Ausgangspunkt ihrer Karriere.
Im Jahr 2010 wechselte sie zur Jugendwelle Fritz des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Dort konnte sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und Erfahrungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sammeln. Ihre Tätigkeit beschränkte sich nicht nur auf das reine Präsentieren von Musik oder Gesprächen. Sie arbeitete zunehmend journalistisch und beschäftigte sich mit unterschiedlichen Themen aus Gesellschaft, Kultur und Unterhaltung.
Ein weiterer wichtiger Schritt folgte bei COSMO. Dort gehörte sie über viele Jahre zum Moderationsteam und präsentierte unter anderem das Nachmittagsprogramm. COSMO richtet sich an ein internationales und kulturell vielfältiges Publikum. Für Eldessouky war dieser Arbeitsplatz deshalb auch eine Möglichkeit, ihre sprachlichen und interkulturellen Fähigkeiten einzusetzen.
Vom Radio vor die Fernsehkamera
Neben ihrer Radiokarriere entwickelte sich Marwa Eldessouky zunehmend zur Fernsehmoderatorin. Für den rbb übernahm sie verschiedene Sonderformate und Veranstaltungen. Dazu gehörten unter anderem „Marwas Berlinale“ und das „Berlinale Studio“, in denen sie über die Internationalen Filmfestspiele Berlin berichtete.
Auch bei großen Live-Veranstaltungen war sie zu sehen. Sie moderierte unter anderem die Silvestersendung vor dem Brandenburger Tor und berichtete live vom Karneval der Kulturen. Außerdem gehörten weitere kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen zu ihrem beruflichen Spektrum.
Ihre Fernsehkarriere entwickelte sich damit Schritt für Schritt. Sie wechselte nicht plötzlich vom Radio in eine große tägliche Fernsehsendung, sondern sammelte über Jahre Erfahrungen mit verschiedenen Formaten. Dazu gehörten Kultur, Nachrichten, Live-Berichterstattung und Unterhaltung.
Auch die „rbb Abendschau“ gehörte zu ihren beruflichen Stationen. Eine besondere Rolle spielte dabei ihre Fähigkeit, auch auf Arabisch zu moderieren. Damit konnte sie ihre Zweisprachigkeit auch unmittelbar vor der Kamera einsetzen.
Marwa Eldessouky bei COSMO und ihre journalistische Arbeit
Die langjährige Arbeit bei COSMO war ein wichtiger Bestandteil von Eldessoukys beruflicher Entwicklung. Der Sender beschäftigt sich mit internationalen Themen, Musik, Gesellschaft und unterschiedlichen kulturellen Perspektiven. Eldessouky konnte dort sowohl ihre Stimme als Moderatorin als auch ihre journalistischen Fähigkeiten einsetzen.
Zu ihrer Arbeit gehörten auch Beiträge über gesellschaftlich wichtige Themen. So reiste sie beispielsweise nach Lesbos und besuchte dort ein Flüchtlingscamp. Ihre Arabischkenntnisse nutzte sie außerdem für das mehrsprachige Angebot WDRforyou, das sich unter anderem an Geflüchtete richtet.
Neben der Moderation arbeitete Eldessouky auch als Autorin. Auf ihrer eigenen Website beschreibt sie verschiedene Dokumentationsprojekte. Dazu gehört eine Dokumentation über eine syrische Familie, deren Weg von der Ankunft in Berlin bis zu einem späteren Leben mit einem eigenen Geschäft begleitet wurde.
Diese Arbeiten zeigen, dass ihre Karriere nicht ausschließlich auf Unterhaltung ausgerichtet ist. Sie beschäftigte sich auch mit Migration, gesellschaftlichen Veränderungen und persönlichen Lebensgeschichten.
Weitere Fernsehformate und Veranstaltungen
Vor ihrem Einstieg bei „BRISANT“ hatte Marwa Eldessouky bereits zahlreiche Erfahrungen im Fernsehen gesammelt. Sie moderierte unter anderem „rbb Kultur – Das Magazin“ und war bei „Der beste Chor im Westen“ zu sehen.
Darüber hinaus übernahm sie Moderationen bei verschiedenen Veranstaltungen. Ihr berufliches Spektrum reicht von kulturellen Veranstaltungen bis zu politischen und gesellschaftlichen Diskussionsrunden. Auch auf Bühnen und bei öffentlichen Veranstaltungen war sie als Gastgeberin tätig.
Zu ihren Aufgaben gehörte beispielsweise die Moderation von Veranstaltungen rund um Medien, Journalismus und gesellschaftliche Themen. Sie arbeitete außerdem für Veranstaltungen mit Bezug zu Musik und Kultur. Dadurch konnte sie Erfahrungen sammeln, die später auch für ihre Arbeit bei „BRISANT“ wichtig wurden.
Im Jahr 2024 war Eldessouky außerdem Teil des Experten-Trios der ARD-Ratesendung „Frag mich was Leichteres!“. Gemeinsam mit Ralph Caspers und Jens Riewa stellte sie sich dabei den Fragen der Kandidaten. Diese unterschiedlichen Aufgaben zeigen, dass sie sowohl journalistische als auch unterhaltende Formate bedienen kann.
Der Wechsel zu BRISANT
Ende 2022 begann für Marwa Eldessouky ein besonders wichtiger Abschnitt ihrer Karriere. Sie wurde Moderatorin des ARD-Magazins „BRISANT“ und übernahm damit eine Position, die zuvor von Mareile Höppner geprägt worden war.
Seitdem moderiert Eldessouky die Sendung im Wechsel mit Kamilla Senjo. „BRISANT“ wird vom Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig produziert und im Ersten ausgestrahlt. Das Format verbindet Nachrichten und journalistische Berichte mit Themen aus Unterhaltung, Prominenz, Gesellschaft, Lifestyle und Service.
Für Eldessouky war der Wechsel zum Fernsehen nach vielen Jahren im Radio ein bedeutender Schritt. In einem Interview berichtete sie, dass der Kontakt mit der „BRISANT“-Redaktionsleiterin zunächst mit einer E-Mail begann. Nach einem persönlichen Treffen folgte ein Casting. Ihre langjährige Medienerfahrung half ihr dabei, sich schnell in der neuen Aufgabe zurechtzufinden.
Was Marwa Eldessouky an BRISANT wichtig ist
Eldessouky sieht ihre Arbeit bei „BRISANT“ nicht ausschließlich als klassische Moderation. Für sie gehört dazu, Menschen zu informieren und gleichzeitig zu unterhalten. Genau diese Mischung prägt das Konzept des ARD-Magazins.
Die Sendung beschäftigt sich täglich mit sehr unterschiedlichen Themen. Prominente und Royals können ebenso im Mittelpunkt stehen wie gesellschaftliche Entwicklungen, persönliche Schicksale, Service-Themen oder internationale Ereignisse. Die Redaktion beschreibt „BRISANT“ als Infotainment-Magazin, das journalistische Sorgfalt mit einer unterhaltsamen Präsentation verbindet.
Eldessouky betont außerdem, dass auch Menschen eine Stimme bekommen sollen, die in der öffentlichen Wahrnehmung weniger Aufmerksamkeit erhalten. Diese Haltung passt zu ihrer früheren journalistischen Arbeit, bei der sie sich ebenfalls mit gesellschaftlichen und interkulturellen Themen beschäftigte.
Ihre Erfahrung aus dem Radio ist dabei weiterhin spürbar. Sie ist es gewohnt, schnell auf neue Themen zu reagieren, Gespräche zu führen und komplizierte Inhalte verständlich zu vermitteln.
Familie und Privatleben von Marwa Eldessouky
Marwa Eldessouky hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Dennoch ist bekannt, dass sie verheiratet und Mutter eines Sohnes ist. In Zusammenhang mit ihrem Start bei „BRISANT“ wurde berichtet, dass sie mit ihrer Familie in Berlin lebt und für die Arbeit nach Leipzig pendelt.
Die Entfernung zwischen Berlin und Leipzig gehört damit zu ihrem beruflichen Alltag. „BRISANT“ wird in Leipzig produziert, während Eldessouky ihren Lebensmittelpunkt in Berlin hat. Ihre Familie spielt dabei eine wichtige Rolle und unterstützt sie bei ihrer Arbeit. Der offizielle „BRISANT“-Beitrag beschreibt ihre Familie als wichtigen Rückhalt.
Auch ihre Schwester Madina wurde öffentlich erwähnt. Sie lebt beruflich bedingt in Kuwait und verfolgt die Arbeit ihrer Schwester aus der Ferne. Eldessouky selbst spricht über ihre Familie mit viel Wärme, gibt aber nur begrenzte persönliche Informationen preis. Dadurch bleibt ein großer Teil ihres Privatlebens bewusst geschützt.
Das Markenzeichen von Marwa Eldessouky
Neben ihrer Stimme und ihrer journalistischen Arbeit ist auch ihr Aussehen zu einem Wiedererkennungsmerkmal geworden. Besonders ihre voluminösen Locken werden häufig mit ihr verbunden. Seit ihrem Einstieg bei „BRISANT“ wird sie nach eigenen Angaben immer öfter im Alltag erkannt.
Ob im Café, auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, Zuschauer sprechen sie gelegentlich an. Diese Bekanntheit ist eine neue Erfahrung für eine Moderatorin, deren Karriere lange Zeit vor allem durch das Radio geprägt war.
Ihre lockige Frisur ist deshalb mehr als nur ein äußerliches Detail. Sie gehört inzwischen zu ihrem öffentlichen Erscheinungsbild und wird auch vom offiziellen „BRISANT“-Porträt als eine Art Markenzeichen beschrieben. Gleichzeitig steht für Eldessouky weiterhin ihre journalistische Arbeit im Mittelpunkt.
Marwa Eldessouky heute
Marwa Eldessouky ist weiterhin regelmäßig als Moderatorin von „BRISANT“ im Ersten zu sehen. Auch aktuelle Sendungen aus dem Jahr 2026 führen sie als Moderatorin des ARD-Magazins. Damit ist sie inzwischen fest mit dem Format verbunden.
Ihre Karriere ist ein Beispiel für einen langen Weg durch verschiedene Bereiche des Journalismus. Sie begann beim privaten Radio, wechselte zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, arbeitete bei Fritz und COSMO, moderierte Kultur- und Nachrichtensendungen und übernahm schließlich eine feste Rolle bei einem bekannten ARD-Magazin.
Dabei ist ihre ägyptische Familiengeschichte ebenso ein Bestandteil ihrer Biografie wie ihre Berliner Herkunft. Ihre Zweisprachigkeit hat ihr zusätzliche Möglichkeiten im Rundfunk eröffnet und besonders bei interkulturellen Formaten eine wichtige Rolle gespielt.
Fazit
Marwa Eldessouky hat sich von einer jungen Radiomoderatorin zu einer etablierten Fernsehmoderatorin entwickelt. Ihr beruflicher Weg führte sie über private Radiosender, Fritz, COSMO und verschiedene rbb-Formate schließlich zu „BRISANT“. Dabei sammelte sie Erfahrungen in Radio, Fernsehen, Dokumentationen, Live-Veranstaltungen und journalistischen Projekten.
Seit Ende 2022 gehört sie zum Moderationsteam von „BRISANT“ und präsentiert die Sendung im Wechsel mit Kamilla Senjo. Ihre Aufgabe verbindet Information und Unterhaltung und passt damit zu ihrer bisherigen Laufbahn. Auch ihre ägyptischen Wurzeln und ihre Arabischkenntnisse haben immer wieder eine Rolle in ihrer journalistischen Arbeit gespielt.
Heute ist Marwa Eldessouky ein festes Gesicht des ARD-Fernsehens. Ihre Geschichte zeigt, dass eine Medienkarriere nicht unbedingt mit einer großen Fernsehsendung beginnen muss. In ihrem Fall führte der Weg über viele Jahre Radioarbeit, journalistische Projekte und unterschiedliche Fernsehformate zu einer der bekanntesten Moderationsaufgaben im deutschen Fernsehen.

